Vereinbarkeit von Beruf und Familie ist unverzichtbar

Frauen werden bei den Wirtschaftsjunioren als vollkommen gleichberechtigt betrachtet. Entsprechend angesäuert wird bei den Wirtschaftsjunioren die Diskrepanz zwischen Ideal und Wirklichkeit in der Praxis verfolgt. Eine Frauenquote wird mehrheitlich dennoch abgelehnt. Nicht wenige sympathisieren zugleich mit dem Vorschlag von Bundesfamilienministerin Kristina Schröder (CDU) mit individuellen freiwilligen Quoten von Unternehmen, die öffentlich beobachtet und kommentiert werden. Ganz oben auf der Liste der Möglichkeiten, die mehr Frauen in Spitzenpositionen und außerdem mehr wirkliche Gleichberechtigung verschaffen können, steht eine deutlich verbesserte Vereinbarkeit von Beruf und Familie.

 

Die Wirtschaftsjunioren Leipzig sind als Mitwirkende gleich in zwei Leipziger Organisationen eingebunden, die sich für eine bessere Vereinbarkeit von Beruf und Familie einsetzen: In der eher privatwirtschaftliche „Allianz Familie und Beruf (AFB)“ sowie den auf Stadtratsbeschluss begründeten „Kinder- und Familienbeirat Leipzig“.

 

In Letzterem vertritt Joachim W. Hamann (www.intertreu.de) die Wirtschaftsjunioren Leipzig und sagt nicht ohne Stolz: „Der Kinder- und Familienbeirat berät den Stadtrat und die Stadtverwaltung bei Belangen, die helfen können, die Situation von Familien und deren Kindern in Leipzig zu verbessern. Es geht darum, dass diese Familien in Leipzig gerne leben und hier eine Lebens- und Arbeitswelt vorfinden, die das Familienleben sowie die Verbindung von Beruf und Familie fördern. Dass uns Wirtschaftsjunioren im Bereich Wirtschaft einer von drei Sitzen im Beirat übertragen wurde, spricht für den hohen Stellenwert und das positive Engagement von uns Wirtschaftsjunioren.“

 

Friedemann Ahr (www.anwalt-ahr.de) wirkt in vergleichbarer Weise im „AFB“ mit. Auch er sieht hohen Bedarf und großes Potenzial – und ergänzt: „Die Vereinbarkeit von Beruf und Familie beschränkt sich nicht auf Zusammenhänge mit Kindern. Zunehmend spielt auch der Faktor Pflege eine Rolle. Ältere Menschen sind nicht nur ein Teil unserer Gesellschaft, sondern vor allem auch Familienmitglieder, denen je nach Situation ein nicht zu unterschätzendes Maß an Aufmerksamkeit gewidmet werden muss. Hier tun sich viele Unternehmen noch deutlich schwerer als im Blick auf Kinder. Eine Trendwende ist jedoch erkennbar.“

 

Die Wirtschaftsjunioren Leipzig werden künftig auch an dieser Stelle den Status quo beleuchten und positive Beispiele für eine wirkungsvolle und vorbildliche Vereinbarkeit von Beruf UND Familie präsentieren.

 

Holger Gemmer